Wissenswertes über Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird biotechnologisch hergestellt.

Hyaluronsäure (Sodium Hyaluronate) wird aus speziell isolierten Bakterien gewonnen. Hyaluronsäure ist Bestandteil der Mucopolysaccharide und kommt beim Menschen v.a. im Auge und in Form der Gelenkflüssigkeit vor. Hyaluronsäure glättet sichtbar die Haut und fixiert die Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche. Dadurch wird die Haut geschmeidig, bewahrt ihre Spannung und Elastizität. Als Molekül ist sie zu groß, als dass sie in die Haut eindringen könnte.

Hyaluronsäure fördert das Wachstum strukturierter Zellen (z. B. dermale Zellen, Epithel-, Endothel- und Muskelzellen). Bei multipotenten Zellen wie den Fibroblasten wird das Wachstum gehemmt. Dadurch ist es möglich, Narbenbildung zu verhindern; Eine Wunde heilt zwar langsamer als normal, es entsteht aber auch kein Bindegewebe und somit keine Narbe. Die Medizin nutzt diese Eigenschaft der Hyaluronsäure bei Augenoperationen.

Hyaluronsäure – niedermolekular (Sodium Hyaluronate) ist eine Weiterentwicklung der „normalen“ Hyaluronsäure. Sie hat ein extrem niedriges Molekulargewicht in der Größenordnung von 10.000 – 50.000 Dalton. Das hat den Vorteil, dass sie schnell von der Haut aufgenommen wird. Dort spielt sie eine sehr wichtige Rolle bei der Zellregulierung und in der Zellkommunikation. Die Hauterneuerung wird angeregt und die Wundheilung begünstigt. Gleichzeitig trägt sie zu einer Festigung der oberen Hautschicht bei. Durch die verbesserte Lipidbarriere wird der transepidermale Wasserverlust (TEWL) reduziert. So wird die Geschmeidigkeit und Elastizität der Haut erhalten. Nach UV Bestrahlung wird durch die niedermolekulare Hyaluronsäure die Ceramid-Synthese in der Epidermis stimuliert.

Testergebnisse aus 2009

Bewirkt die Regenerierung der Hautelastizität und Hautstabilität und fördert den Rückhalt von Wasser in den tieferen Hautschichten. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil unseres Bindegewebes. Die Haut verliert mit zunehmendem Alter an Tonus und Elastizität. Ein Auslöser ist der Verlust der körpereigenen Hyaluronsäure. Mit dem Älterwerden baut sich der Säureanteil immer mehr ab, dementsprechend enthält die Haut im Alter von 40 Jahren bereits nur noch ca. 60% der ursprünglichen Menge an Hyaluronsäure.

Durch die Veränderung in der Mikrostruktur verliert die Haut ihre jugendliche Spannung und kleine Fältchen entstehen. Umgekehrt kann man der Faltenbildung entgegenwirken, indem man dem Körper die verlorene Hyaluronsäure durch einfache topische Auftragung ohne Injektionen wieder zuführt. Die Hyaluronsäure sorgt durch erhöhte Feuchtigkeitsspende und wiederaufbauende Elastizität in der Haut zur Glättung der Falten. Hyaluron mit hohem Molekulargewicht dient dagegen nur als Filmbildner und Feuchtigkeitsspender, niedriges Molekulargewicht dient zur Hydratisierung und hat somit einen Anti-Aging Effekt. In einer in vitro Kultur an humanen Fibroblasten wurde die Wirkung von niedermolekularer Hyaluronsäure auf die Pro-Kollagen I Synthese getestet und nachgewiesen. Der transepidermale Wasserverlust (TEWL) ist einer der wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Schutzfunktion der Haut. Je intakter der Hautschutzmantel, desto größer ist der Wassergehalt. Ein niedriger TEWL charakterisiert daher einen guten Hautzustand.

Die « Tight junction » spielen eine wichtige Rolle bei den Zell-Zell-Verbindungen und damit beim TEWL-Parameter. Durch ein Fehlen der Tight junctions steigt der TEWL Wert dramatisch. Die Tight junctions halten das Wasser in der Haut. Tight Junctions befinden sich im Bereich der seitlichen Zellmembran und stellen dadurch, dass die Bänder von benachbarten Zellen aneinander binden, einen sehr engen Kontakt zwischen den Membranen zweier benachbarter Zellen her. Diese Kontakte bilden eine Diffusionsbarriere, die den Transport von Molekülen kontrolliert (“barrierefunction”). Auf diese Weise können Stofftransport in kontrollierter Weise durch die Zellen erfolgen. Durch eine Barrierfunktion wird z.B. Wasser in der Haut gehalten.
In einer in vitro Keratinozyten-Kultur wurde die Wirkung auf die Synthese des Proteinkomplexes Occludin getestet. Die Occludin-Konzentration zeigt durch eine dreitägige Inkubation mit niedermolekularer Hyaluronsäure (5mg/ml) einen signifikanten Anstieg um 39% im Vergleich zur Kontrolle.

Außerdem wurde in einer in vitro Keratinozyten-Kultur die Wirkung auf die Synthese des Proteinkomplexes ZO-1 getestet.
Die ZO-1- Konzentration zeigt durch eine dreitägige Inkubation mit niedermolekularer Hyaluronsäure (5mg/ml) einen signifikanten Anstieg um 29% im Vergleich zur Kontrolle. Damit ist die Stärkung der „Tight Junctions“ und des Feuchtigkeitsgehalts der Haut nachgewiesen.

Der Wirkmechanismus in der Zusammenfassung

  • Verstärkung der Zell-Zell-Verbindungen und damit Verbesserung der Wasserversorgung
  • Erhöhung der Prokollagen I- Synthese
  • Der Anti-Aging Effekt besteht in der Wiederherstellung von Spannkraft und Elastizität.
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